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Schallplatten
Chanson u. Kabarett
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Alle Details zu diesem Sammelobjekt: |
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| Status: |
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| Titel: |
Bornierte Gesellschaft |
| Preis: |
- (Unverkäuflich)
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| Zuweisung: |
Schallplatten
Chanson u. Kabarett
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| Kategorie: |
LP |
| Interpret: |
Kittner, Dietrich |
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| Von Sammler: |
Skywise
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Privatsammler
aus Rheinland-Pfalz |
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Sammler kontaktieren
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| Infos: |
Gesamtzeit: ca. 47:30
Trackanzahl: 10
Veröffentlichung: 1968
Best.-Nr.: 885 438 PY
Philips
[Anm.: Zeitangaben ergänzt]
[01] Bornierte Gesellschaft (4:46)
[02] Hot mit uns (Kittner / Brandes) (6:36)
[03] Lied von den zweierlei Gewissen (4:03)
[04] Reportage (7:29)
[05] Minderheiten-Regelungs-Gesetz (4:04)
[06] Machtergreifung (6:00)
[07] Lied von den feinen Unterschieden in der Emigration (5:13)
[08] Wiedervereinigungs-Unterricht (3:39)
[09] Vietnam (1:54)
[10] Finale (3:40)
Texte und Kompositionen: Dietrich Kittner
außer [02]
Besetzung:
Dietrich Kittner: Gesang, Gitarre
Hermann Hoffmann - Hammondorgel
Musik-Arrangements: Reinhold Glembotzki
Schallplatten-Produktion: Ludwig Sternberg
Ton-Ingenieur: Ludwig Bender
Grafik: Holger Matthies
Das Programm "Bornierte Gesellschaft" - eines der ersten von Dietrich Kittner, die es auf Tonträger schafften - ist mittlerweile über 40 Jahre alt, und man braucht schon eine gewisse Ahnung von der damaligen Zeit, um heute noch Kittners Kabarett zu verstehen. Sicher, da gibt es ein paar Themen, die immer noch aktuell sind, wie etwa die Kirchenkritik aus "Hot mit uns", aber ansonsten ist dieses Programm tief in der Zeit um 1967 verankert: Axel Springer stand öffentlich in der Kritik, allerdings war der Streit noch nicht so weit eskaliert, daß man das Springer-Gebäude stürmen wollte; "Studentenunruhen" waren zwar ein Thema, das Attentat auf Rudi Dutschke hatte allerdings noch nicht stattgefunden. Der Vietnam-Krieg befand sich auf seinem Höhepunkt. Die Berliner Mauer und der Wunsch nach der Wiedervereinigung - zwei Themen, die sich durch mehrere Programmpunkte ziehen. Das Urteil des "ersten Ärzteprozesses" war damals in aller Munde und und und. Klar, daß somit heute nur noch ein paar kleine Kalauer, die eigentlich eher Randerscheinung sein sollten, zünden.
Wenn man allerdings von der damaligen Situation weiß, sie vielleicht sogar miterlebt hat, wird man überwiegend verblüfft darüber sein, wie weit Kittner auf der Bühne ging. Er bewegt sich rgendwo zwischen schwarzem Humor, schneidend scharfen Analysen und dem Hang zu pessimistischen Übertreibungen, er deckt auf, hinterfragt, entlarvt und spöttelt. Dabei wählt er auch gerne mal sehr deutliche Worte, kritisiert offen, was ihm mißfällt.
Wie gesagt - das Programm ist wohl heute mehr als Zeitdokument zu betrachten. Aber was für eins! |
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| Gespeichert: |
02.10.2008 |
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