Münchener Lach -und Schieß. - Der Moor ist uns noch was schuldig (2 LP)
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Münchener Lach -und Schieß. - Der Moor ist uns noch was schuldig (2 LP)


(Schallplatten/Chanson u. Kabarett)



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  Alle Details zu diesem Sammelobjekt:
Status: PRÄSENTIERE
Titel: Münchener Lach -und Schieß. - Der Moor ist uns noch was schuldig (2 LP)
Preis: - (Unverkäuflich)
Zuweisung: Haupt Sammelgebiet Schallplatten     Sub Sammelgebiet Chanson u. Kabarett
Kategorie: LP
Interpret: Dieter Hildebrandt, Klaus Havenstein, Sammy Drechsel, Walter Kabel u.v.a.
 
Von Sammler: Tasso Schleswig-Holstein Privatsammler
Privatsammler aus Schleswig-Holstein
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Infos: Münchener Lach- und Schießgesellschaft zeigt einem pp. Publicum den Versuch eines 6. Aktes zu dem Drama "DieRäuber" von Herrn Hofrath Schiller - Der Moor ist uns noch was schuldig "Der Moor ist uns noch was schuldig" entstand im Sommer ‘68, nachdem sich Autoren und Ensemble eine fünfmonatige Spiel- und Denkpause verordnet hatten, um sich formal und inhaltlich zu erneuern. Das Ergebnis dieses Denkprozesses war eine neue Kabarettform: "Wir wollen weg vom perfekten Nummernkabarett hin zur kabarettistischen Großform", so formulierte es damals Dieter Hildebrandt. Da damals Schillers "Die Räuber" absolut "in" waren, es kaum ein Theater ohne "Räuber" oder zumindest eine "Räuber"-Bearbeitung auf dem Spielplan gab, stand bald die Idee für die neue Produktion: Die Lach- und Schieß spielt die Fortsetzung von Schillers Bühnenstück. Hildebrandts Begründung: "Die Räuber" haben eine Thematik - die Freiheit - , die zu allen unseren Überlegungen für das neue Programm Bezugspunkte hat. Ein Beispiel: Auch wenn man die Zeit berücksichtigt, in der Schiller gelebt hat, so kann man doch Grundzüge des deutschen Unwesens in seinem Werk feststellen: ein deutlicher Antisemitismus und eine manchmal geradezu militant- intolerante Haltung." Für dieses ungewöhnliche Projekt wurde erstmalig Wolfgang Neuss zur Mitarbeit gewonnen. Er schrieb zwar nicht selbst an den Texten mit, zu eng waren seine Bindungen an die Berliner APO-Szene, aber er brachte Ideen ein, half wesentliche Bestandteile der Handlung zu entwickeln und lieferte Hildebrandt und Schreiner nicht zuletzt Munition für ein paar gar nicht unscharfe Schüsse gegen die neue Linke. Im Frühjahr 1968, nach dem Attentat auf Rudi Dutschke, hatten sich in Deutschland die Fronten zwischen APO und Bürgermehrheit, zwischen Revolutionären und Reaktionären, verhärtet. Und in der CSSR keimte der ‚Prager Frühling‘. So waren folgerichtig diese gespannte innenpolitische Situation, der Prager Neubeginn und Überlegungen, ob und wie in der BRD eine Systemveränderung notwendig sei, die Themen, die in dem Programm ihren Niederschlag fanden. Der Premieren-Termin 28. September stand fest. Mitte August war das Programm schon sehr weit gediehen, und man sah dem Tag der Uraufführung ganz optimistisch entgegen. Der Optimismus war verfrüht, denn am 21. August war es mit dem Prager Frühling zu Ende. Für die Lach- und Schieß war wieder einmal, wie seinerzeit nach dem Bau der Berliner Mauer, ein Großteil des bisher Geschriebenen über Nacht zur Makulatur geworden. Aber der Zorn über das, was in Prag passierte, beflügelte die Autoren und so fand die Uraufführung im Markgrafen-Theater in Erlangen zum geplanten Termin statt und wurde zu einem triumphalen Erfolg. Das Programm erwies sich als Volltreffer. "Von allen ‚Räuber‘-Adaptionen, die man in letzter Zeit gesehen habe, sei dies die Gelungenste", lobte Fritz Rumler vom "Spiegel". Zum Inhalt: "Der Moor ist uns noch was schuldig" fängt da an, wo Schillers Drama endet. Der Räuberhauptmann Karl von Moor wird zu neuem Leben erweckt und mit der bundesdeutschen Wirklichkeit konfrontiert. Moor ist der rote Faden in die Gegenwart. Er sucht sich eine neue Räuberbande zusammen und versucht heute zu tun, was er damals versäumte. Er zieht zur APO, zur NPD und zu Verfassungsschützern, zu Geschäftsleuten und Politikern. Der Räuber will weiter rauben Ö diesmal unter anderem die Glaubensgüter der Deutschen: Vaterland und friedliche Wiedervereinigung. Aber er endet nicht wie bei Schiller: "Dem Manne kann nicht geholfen werden..." Prolog Jürgen Scheller ‚gibt‘ im vollen historischen Kostüm mit historischem Bart und in echt Schillerscher Würde Karl Moors Schlussmonolog. Eine Traumrolle für den vielseitigen Komödianten, der die Chance auch glanzvoll nützt. 1. Szene Moor trifft den braven Soldat Schwejk (gespielt von Klaus Havenstein) Ö er ist der arme Mann, von dem es in Moors Monolog hieß, ihm könne geholfen werden. Aber Schwejk will sich nicht helfen lassen, schon gar nicht von einem Deutschen. Er will auf Grund seiner gerade erlebten Prager Erfahrungen dem Moor seinen revolutionären Idealismus ausreden. Moor beschließt in die BRD zu gehen und dort für die Freiheit weiter zu kämpfen. Ende der Exposition. 2. Szene Ursula Noack, Hans-Jürgen Diedrich und Dieter Hildebrandt mischen sich nun ‚privat‘ ins Geschehen ein. Sie wollen mitspielen. Eine Truhe wird herein geschleppt, Kostüme herausgeholt und die Rollen verteilt: Hildebrandt ist Spiegelberg, Diedrich spielt den Schufterle, Havenstein den Kosinsky und die Noack den Roller, eine Hosenrolle. Die frisch gegründete Räuberbande motiviert sich und singt den "Räuber-Tango der Enteignungskommune 1 für Steuerhinterziehungsberechtigte, Führungskräfte und Entwendungsfacharbeiter". Jetzt trifft Karl Moor eine entfernte Verwandte: die Jungfrau von Orleans (eine Glanzrolle für Ursula Noack), die als Freiheitskämpferin gerade bei den Pariser Mai-Unruhen schlechte Erfahrungen gemacht hat. Sie versucht deswegen den revolutionären Tatendrang Moors zu dämpfen: "Mit Klarheit kämpfe, statt mit Emotionen. Versuch es mit Verstand und mit Vernunft... ...Raub diesem Volke den sterilen Glauben an Heimat, Staat, Nation und Vaterland, doch geh ihm nicht an Kühlschrank, Mark und Flieder. Johanna geht..." Moor verwandelt sich: der Bart ist ab, die Haartracht kurz, der Anzug von der Stange, der ganze Kerl ein Mensch von heute. Aber an seinem revolutionären Pathos erkennt ihn jeder wieder. Das Programm, so wird nun offenkundig, ist ein Flirt mit der Linken Ö ein sehr distanzierter Flirt freilich, denn auch die Marcuse- und Habermas-Jünger bekommen ihr Fett ab. "Das 200 Jahre alte Schiller-Drama hat die Kabarettisten von der Isar wieder jünger und aggressiver gemacht. Sie ballern mehr aufs Hirn, weniger aufs Zwerchfell". Beginn nach der Pause. Die Bande ist versammelt und erobert sich "Einheim", eine erdachte Stadt, der sie eine ideale Verfassung geben. Jedoch das Experiment scheitert. Zwar ist die erdachte Stadt für Panzer uneinnehmbar, aber das Heer der rechtskonservativen Publizisten macht ihr den Garaus. Die Euphorie der Bürger erstirbt im Schreibmaschinengeklapper, das schließlich in Maschinengewehrfeuer übergeht. Deutlich ergeben sich die Parallelen zu Prag, es wird klar, dass Gewalt nicht nur eine Sache von Militärstiefeln und Panzern ist, sondern auch von Geschriebenem, Gedrucktem ausgehen kann. Szenenwechsel: Schufterle und Spiegelberg entpuppen sich zunehmend als Reaktionäre, die sich mit der Absicht tragen, die Bande nach rechts umzufunktionieren. Aktuelles kommt ins Spiel, und schließlich gründen die Räuber eine GmbH & Co. KG, um die Gesellschaft im Rahmen des Erlaubten schröpfen zu können. Karl Moor beginnt an seiner Mission zu zweifeln, seine Kumpane fallen nacheinander von ihm ab. Moor bleibt alleine mit der Kiste, in der sie die Beute verwahrt haben. Was haben sie den Leuten nicht alles geraubt: "Die Achtung vor der Autorität, die Hoffnung auf Wiedervereinigung, die Liebe zur verlorengegangenen Heimat, das Vertrauen in die politische Führung, das gesunde Volksempfinden, den Glauben an die Unabhängigkeit der Presse, Axiome, Dogmen, Phrasen, Vorurteile..." Moor will das alles vernichten. Er öffnet die Kiste aber die ist leer. Ratlos fragt er ins Publikum: "Haben Sie das?" (Informationen der BR-Pressestelle) 27. Februar 2005 Der amerikanische Präsident George W. Bush und Schauspielerin Halle Berry haben die Goldene Himbeere als schlechteste Schauspieler erhalten. Bush erhielt den als Gegenstück zum Oscar gedachten Spottpreis am Samstag abend für sein unfreiwilliges Mitwirken in dem Dokumentarfilm „Fahrenheit 9/11” von Michael Moore, der Bushs Anti-Terror-Kurs scharf angreift. Berry, die 2002 als erste Afroamerikanerin einen echten Oscar für „Monster‘s Ball” erhalten hatte, wurde für ihre Rolle im Streifen „Catwoman” mit einem Preis bedacht - und holte sich die vergoldete Plastik-Himbeere im Wert von 4,97 Dollar in einer ungewöhnlichen Geste und zur Überraschung der Zuschauer höchstpersönlich ab. „Vielen Dank”, sagte Berry ironisch und hatte sichtbar Spaß, als sie den im englischen „Razzie” genannten Preis entgegennahm - obwohl „Catwoman” zusätzlich zum schlechtesten Film und für das schlechteste Drehbuch gekürt wurde und sein Macher Francois Pitof zum schlechtesten Regisseur. „Als ich Kind war, hat meine Mutter hat mir beigebracht, Kritik zu akzeptieren”, sagte Berry, während sie in der einen Hand ihren Oscar hochhielt und in der anderen die Himbeere. In „Catwoman” spielt Berry eine Frau, die nach ihrer Ermordung als Katzenfrau wiederaufersteht und sich - ausgestattet mit übermenschlichen Kräften - an ihren Mördern rächen will. Dabei trägt sie ein sexy Lederoutfit und eine Katzenmaske. Rumsfeld und Spears mit den schlechtesten Nebenrollen Bush befand sich mit seiner Auszeichnung in Gesellschaft seines Verteidigungsministers Donald Rumsfeld: Dieser erhielt für seine Auftritte in „Fahrenheit 9/11” eine Goldene Himbeere für die schlechteste männliche Nebenrolle. Der amerikanische Popstar Britney Spears bekam den Preis als schlechteste weibliche Nebendarstellerin in dem Dokumentarfilm. Bei der Verleihungszeremonie wurde der kurze Ausschnitt aus „Fahrenheit 9/11” gezeigt, in dem Spears während des Irak-Kriegs zur Unterstützung Bushs aufruft und dabei lautstark ein Kaugummi kaut. Die Verleihung fand im Ivar-Theater in Hollywood statt, unweit des Kodak-Theaters, wo am Sonntag abend die glamouröse Oscar-Show starten sollte. Die Razzies wurden von 25 Jahren von dem selbsternannten „filmverrückten Zyniker” John Wilson ins Leben gerufen. Die Jury besteht aus 650 Mitgliedern aus 40 amerikanischen Bundesstaaten und 15 anderen Ländern. Wilson begründet seine Idee mit seiner Abscheu vor der Hollywood-Maschinerie: „Wie in der Politik” würden „immer dieselben Leute die Kampagnen steuern”, sagte er vor wenigen Tagen. „Das einzige, was mich in diesem Jahr enttäuscht hat ist, daß es keinen Film gab, in dem man die Mittelmäßigkeit so richtig schätzen kann.” 27. Februar 2005 Der amerikanische Präsident George W. Bush und Schauspielerin Halle Berry haben die Goldene Himbeere als schlechteste Schauspieler erhalten. Bush erhielt den als Gegenstück zum Oscar gedachten Spottpreis am Samstag abend für sein unfreiwilliges Mitwirken in dem Dokumentarfilm „Fahrenheit 9/11” von Michael Moore, der Bushs Anti-Terror-Kurs scharf angreift. Berry, die 2002 als erste Afroamerikanerin einen echten Oscar für „Monster‘s Ball” erhalten hatte, wurde für ihre Rolle im Streifen „Catwoman” mit einem Preis bedacht - und holte sich die vergoldete Plastik-Himbeere im Wert von 4,97 Dollar in einer ungewöhnlichen Geste und zur Überraschung der Zuschauer höchstpersönlich ab. „Vielen Dank”, sagte Berry ironisch und hatte sichtbar Spaß, als sie den im englischen „Razzie” genannten Preis entgegennahm - obwohl „Catwoman” zusätzlich zum schlechtesten Film und für das schlechteste Drehbuch gekürt wurde und sein Macher Francois Pitof zum schlechtesten Regisseur. „Als ich Kind war, hat meine Mutter hat mir beigebracht, Kritik zu akzeptieren”, sagte Berry, während sie in der einen Hand ihren Oscar hochhielt und in der anderen die Himbeere. In „Catwoman” spielt Berry eine Frau, die nach ihrer Ermordung als Katzenfrau wiederaufersteht und sich - ausgestattet mit übermenschlichen Kräften - an ihren Mördern rächen will. Dabei trägt sie ein sexy Lederoutfit und eine Katzenmaske. Rumsfeld und Spears mit den schlechtesten Nebenrollen Bush befand sich mit seiner Auszeichnung in Gesellschaft seines Verteidigungsministers Donald Rumsfeld: Dieser erhielt für seine Auftritte in „Fahrenheit 9/11” eine Goldene Himbeere für die schlechteste männliche Nebenrolle. Der amerikanische Popstar Britney Spears bekam den Preis als schlechteste weibliche Nebendarstellerin in dem Dokumentarfilm. Bei der Verleihungszeremonie wurde der kurze Ausschnitt aus „Fahrenheit 9/11” gezeigt, in dem Spears während des Irak-Kriegs zur Unterstützung Bushs aufruft und dabei lautstark ein Kaugummi kaut. Die Verleihung fand im Ivar-Theater in Hollywood statt, unweit des Kodak-Theaters, wo am Sonntag abend die glamouröse Oscar-Show starten sollte. Die Razzies wurden von 25 Jahren von dem selbsternannten „filmverrückten Zyniker” John Wilson ins Leben gerufen. Die Jury besteht aus 650 Mitgliedern aus 40 amerikanischen Bundesstaaten und 15 anderen Ländern. Wilson begründet seine Idee mit seiner Abscheu vor der Hollywood-Maschinerie: „Wie in der Politik” würden „immer dieselben Leute die Kampagnen steuern”, sagte er vor wenigen Tagen. „Das einzige, was mich in diesem Jahr enttäuscht hat ist, daß es keinen Film gab, in dem man die Mittelmäßigkeit so richtig schätzen kann.” Bewertung:++
 
Gespeichert: 04.04.2004
 
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