CD 1 Die lustige Witwe(Franz Lehár / Viktor Léon / Léo Stein)
[01] Ouvertüre (8:04)
[02] Introduktion / Verehrte Damen und Herren (2:44)
[03] Dialog (4:07)
[04] Ich bin eine anständ'ge Frau (4:06)
[05] Dialog (1:42)
[06] Bitte, meine Herren / Hab' in Paris (2:51)
[07] Dialog (2:04)
[08] O Vaterland / Da geh' ich zu "Maxim" (2:32)
[09] Dialog (5:26)
[10] Das ist der Zauber der stillen Häuslichkeit (2:35)
[11] Dialog (4:01)
[12] Damenwahl! (1:52)
[13] Ballsirenenwalzer / Der junge Mann tanzt Polka / Und jetzt, gnädige Frau, bin ich zum Tanz bereit (1. Finale) (6:32)
[14] Introduktion und Tanz (2:16)
[15] Vilja-Lied (6:21)
[16] Laßt uns tanzen (3:24)
CD 2
[01] Dialog / Heia, Mädel / Dummer, dummer Reiter (3:21)
[02] Dialog (2:55)
[03] Weibermarsch (2:10)
[04] Dialog (2:28)
[05] Wie eine Rosenknospe / Komm in den kleinen Pavillon (4:44)
[06] Dialog (2:26)
[07] 2. Finale: Ha! Ha! Ha! (3:42)
[08] Dialog / Es gibt Madame / Ein flotter Ehestand / Das hat Rass' / Es waren zwei Königskinder (7:09)
[09] Dialog (0:57)
[10] Ja, so sind wir, die Grisetten (Grisettenlied) (2:29)
[11] Dialog (3:03)
[12] Lippen schweigen, 's flüstern Geigen (2:22)
[13] Dialog (2:21)
[14] 3. Finale: Jetzt geh'n wir zu "Maxim" (1:04)
Die Csárdásfürstin (Highlights)(Emmerich Kálmán / Leo Stein / Béla Jenbach)
[15] Einleitung / Heia, in den Bergen ist mein Heimatland (2:37)
[16] Die Mädis vom Chantant (3:53)
[17] Mädchen gibt es wunderfeine (4:16)
[18] Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht (3:02)
[19] Weißt du es noch? (5:06)
[20] Nimm, Zigeuner, deine Geige / Jay, Mamam (4:27)
[21] Tanzen möcht' ich (2:50)
Besetzung (Die lustige Witwe)
Joseph Olah - Baron Mirko Zeta (Gesandter) (Gesang)
Rudolf Fenner - Baron Mirko Zeta (Gesandter) (Sprecher)
Anneliese Rothenberger - Valencienne (seine Frau)
Rudolf Schock - Graf Danilo (Gesandschaftssekretär) (Gesang)
Erwin Linder - Graf Danilo (Gesandschaftssekretär) (Sprecher)
Elfride Trötschel - Hanna Glawari (Gesang)
Eva Lissa - Hanna Glaweri (Sprecherin)
Alfred Feifle - Camille de Rossillon (Gesang)
Udo Langhoff - Camille de Rossillon (Sprecher)
Otto Albrecht - Vicomte Cascada (Gesang)
Horst Beck - Vicomte Cascada (Sprecher)
Fritz Göllnitz - Raoul de St. Brioche (Gesang)
Manfred Steffen - Raoul de St. Brioche (Sprecher)
Josef Offenbach - Njegus
Reinhold Lüttjöhann - Bogdanowitsch
Jo Wegener - Sylviane
Erich Weiher - Kromow
Heinz Sailer - Pritschitsch
Betty Sörensen - Olga
Willi Lamster - Diener
Hamburger Rundfunkorchester
Hamburger Rundfunkchor
Wilhelm Stephan - Dirigent
außer
1/[01]
Tonhalle Orchester, Zürich
Franz Lehár - Dirigent
Besetzung (Die Csárdásfürstin)
Erika Köth
Willy Hofmann
Benno Kusche
Franz Fehringer
Kölner Rundfunkorchester
Kölner Rundfunkchor
Franz Marszalek - Dirigent
Artwork: Hommage Multimedia GmbH
Mit der "lustigen Witwe" konnte Franz Lehár seinen größten Erfolg feiern. Die Uraufführung fand im Jahr 1905 statt, als die Blütezeit der Operette eigentlich schon vorbei war. Viele der Stücke entwickelten sich daraufhin zu regelrechten Gassenhauern wie etwa "Lippen schweigen", "Ja, das Studium der Weiber ist schwer", "Heut' geh' ich ins 'Maxim'", das Lieder der Grisetten oder der "Ballsirenenwalzer". Bis in die 60er Jahre gehörte die "Witwe" praktisch zu den Standardwerken an jeder größeren Bühne.
Wenn man liest, daß der Mitschnitt aus dem Jahr 1950 stammt, könnte man eigentlich Schlimmes ahnen - die Technik war damals natürlich noch nicht soweit wie heute und viele Schallplattenaufnahmen aus der damaligen Zeit ließen technisch einiges zu wünschen übrig. Überraschenderweise muß man jedoch der Technik schon ein gutes, wenn auch nicht überragendes Zeugnis ausstellen. Probleme gibt es eigentlich nur an zwei Stellen: zum einen bei der Ouvertüre, was allerdings insofern in Ordnung geht, weil sie aus einer anderen Aufnahme stammt und in jedem Fall älter ist als der eigentliche Operettenmitschnitt. Zum anderen gibt es - hier allerdings drastische - Probleme bei Choreinsätzen. Hier wirkt die Technik doch deutlich überfordert, der Ton dröhnt etwas und übertönt auf diese Weise die Solisten. Da sich die Choreinsätze hier allerdings in Grenzen halten, kann damit auch leben.
Anneliese Rothenberger als Valencienne - gewohnt gut, hier gibt es nichts zu bemängeln. Auch Rudolf Olah und Alfred Pfeifle machen eine gute Figur; die Sprecher sind durch die Bank großartig, spielen frisch und unverkrampft, was viele Dialoge deutlich aufwertet und zu einem echten Spaß werden läßt.
Probleme gibt es bei Elfride Trötschel, die manchmal ein wenig bemüht wirkt, und bei Rudolf Schock, dem man irgendwie den schwungvollen, leicht frechen Grafen Danilo nicht abnehmen will. Vielleicht wünscht man sich hier eher einen Menschen herbei, der in seine Partien auch ein Augenzwinkern legen konnte, wie etwa Peter Alexander oder ähnliche "heller" klingende Tenöre. Zwar rettet der Sprecher (herrlich: Erwin Linder) einiges von der Partie, aber wirklich genießen kann man Schocks Einsatz an dieser Stelle nicht.
Alles in allem trotzdem eine Aufnahme, der man einmal eine Chance geben kann, wenn sie auch aufgrund leichter Schwächen in den beiden Hauptrollen bestimmt nicht zu den besten Einspielungen zählen dürfte.