Paganini
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Paganini



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Foto

Status:
Titel: Paganini
Preis: - (Unverkäuflich)
Zuweisung: Haupt Sammelgebiet CDs     Sub Sammelgebiet Klassik
Kategorie: Album
Interpret: div.
 
Von Sammler: Skywise Rheinland-Pfalz Privatsammler
Privatsammler aus Rheinland-Pfalz
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Infos: Doppel-CD
Gesamtzeit: 73:54 (CD 1), 72:50 (CD 2)
Trackanzahl: 21 (CD 1), 21 (CD 2)
Veröffentlichung: 1995 [Aufnahme: 1942 ("Giuditta")]
Best.-Nr.: BLA 103.351
BelAge

Paganini
Operette in drei Akten


CD 1
1. Akt
[01] Introduktion, Violonsolo (Moderation und Dialog) (4:58)
[02] Schönes Italien (Nr. 3) (Lied) (2:08)
[03] Dialog (1:01)
[04] Mein lieber Freund, ich halte viel auf Etikette ... L'empereur Napoléon (Nr. 2) (Entréelied) (1:51)
[05] Dialog (2:00)
[06] So jung und schon ein großer Meister ... Was ich denke, was ich fühle (Nr. 4) (Duett) (3:21)
[07] Dialog (2:13)
[08] Niemals habe ich mich int'ressiert ... Mit den Frau'n auf du und du (Nr. 6) (Duett) (2:28)
[09] Dialog (1:23)
[10] Die Fürstin Anna Elisa, des Reiches höchste Zier (Nr. 7) (Finale) (13:04)

2. Akt
[11] Moderation / Introduktion - Wenn keine Liebe wär (Nr. 8) (1:18)
[12] Dialog und Melodram (3:45)
[13] Gern hab' ich die Frau'n geküßt (Nr. 9) (LIed) (3:26)
[14] Dialog (0:45)
[15] Deinen süßen Rosenmund (Nr. 9) (Lied) / Sag' mir, wie viel rote Lippen ... Niemand liebt dich so wie ich (Nr. 12) (Duett) (5:33)
[16] Dialog (1:46)
[17] Ich kann es nicht fassen ... Liebe, du Himmel auf Erden (Nr. 13) (Walzerlied) (2:46)
[18] Dialog (0:47)
[19] Launisch sind alle Frau'n ... Einmal möcht' ich was Närrisches tun (Nr. 11) (Duett) (2:22)
[20] Dialog (4:43)
[21] Was uns heut' bedrückt ... (Nr. 14) (Finale II) (11:54)

CD 2
3. Akt
[01] Liegen um Mitternacht alle Bürger schnarchend im Schlaf (Nr. 15) / Oh, wie schön ist es, nichts zu tun (Chor) (1:24)
[02] Dialog (2:40)
[03] Ja meine Geige ... Reminiszenz (Nr. 17) (1:30)
[04] Dialog (0:44)
[05] Feuersglut lodert heiß in meinem Blut (Nr. 5) / So ein Mann ist eine Sünde wert (Lied) (2:25)
[06] Dialog (2:45)
[07] Wo meine Wiege stand ... wer will heut' Nacht mein Liebster sein? (Nr. 19) (Lied und Tantarella) (3:23)
[08] Du darfst keiner Frau gehören (Nr. 20) (Finaletto) (2:14)

[Anm.: Bonus Tracks]
[09] Ich kann es nicht fassen ... Liebe, du Himmel auf Erden (Akt II) (3:11)

Das Land des Lächelns
[10] Ich trete ins Zimmer ... Immer nur lächeln (Akt I) (Auftrittslied Sou-Chong) (3:11)
[11] Mein lieber Prinz ... Bei einem Tee en deux (Akt I) (Duett) (3:16)
[12] Von Apfelblüten einen Kranz (Akt I) (Lied) (3:09)
[13] Wer hat die Liebe uns ins Herz gesenkt (Akt II) (Duett) (3:55)
[14] Dein ist mein ganzes Herz! (Akt II) (Lied) (3:10)
[15] Alles vorbei! ... Ich möcht' wieder einmal die Heimat seh'n (Akt II) (Lied) (2:11)
[16] Ihr Götter, sagt ... Kann es möglich sein? (Akt II) (Lied) (2:29)

[17] Wilde Rosen (Walzer) (2:29)
[18] Ouvertüre (aus "Zigeunerliebe") (7:51)
[19] Ouvertüre (aus "Wiener Frauen") (9:17)
[20] Gold und Silber (Walzer) (7:02)
[21] Wien, du bist das Herz der Welt (Lied) (3:43)

Musik: Franz Lehár
Libretto: Paul Knepler, Béla Jenbach ("Paganini")
Libretto: Ludwig Herzer, Fritz Löhner-Beda ("Das Land des Lächelns")

Besetzung ("Paganini"):
Esther Réthy - Maria Anna Elisa, Fürstin von Lucca (Gesang)
Maria Holst - Maria Anna Elisa, Fürstin von Lucca (Dialog)
Georg Oeggl - Fürst Felice Bacchiocchi, ihr Gemahl
Karl Friedrich - Nicolò Paganini (Gesang)
Fred Liewehr - Nicolò Paganini (Dialog)
Hans Schirmeisen - Barrucci, Impresario
Hans Hais - Graf Hédouville, General in Napoleons Diensten
Toni Niessner - Machese Giacomo Pimpinelli, Kammervorsteher der Fürstin
Else Macha - Bella Giretti, Primadonna der fürstlichen Oper zu Lucca
Cilly Tögel - Corallina, eine Herbergswirtin
Fritz Goetz - Wirt
Lia Landt - Hofdama
Franz Emmerich - Jäger
Chor und Großes Wiener Rundfunkorchester
Franz Lehár - Dirigent

Besetzung (Bonus Tracks):
Esther Réthy - Anna Elisa (2/[09]), Gesang (2/[21])
Wiener Philharmoniker (2/[09])
Wiener Symphoniker (2/[21])
Vera Schwarz - Lisa (2/[10]-[16])
Richard Tauber - Sou-Chong (2/[10]-[16])
Staatskapelle Berlin (2/[10]-[16])
Grete Eweler - Violine (2/[17])
Berliner Sinfonieorchester (2/[17]-[20])
Hans Heinz Bollman - Tenor (2/[18])
Felix Günther - Klaviersolo (2/[19])

Cover Photo: Arsis
Cover Design: Studio Eric Wondergem bNO, Baarn Holland


"Das Land des Lächelns" leitete 1923 das ausgesprochen erfolgreiche Spätwerk Franz Lehárs ein. Nach Aufführung der Operette "Cloclo" aus dem Jahr 1924 ruhten alle Erwartungen auf "Paganini", einer Operette um den berühmten Teufelsgeiger, die einige historische Tatsachen mit einigen Legenden und viel Humor durchmischt. Interessanterweise kam diese Operette in ihrer heutigen Form nur mit Hilfe zweier Zufälle zustande - ursprünglich hatte Librettist Paul Knepler diesen Text für sich selbst geschrieben und bereits mit einer Vertonung angefangen, als ihn Franz Lehár mit einigen Melodien davon überzeugte, ihm das Libretto zu überlassen. Lehárs Freund, der damalige Star-Tenor Richard Tauber, war darüber hinaus für die Premiere unabkömmlich und konnte so die Rolle des Paganini nicht singen. Da Franz Lehár eigentlich für ihn eine Tanznummer eingeplant hatte, der nun auftretende Tenor Carl Clewing allerdings nicht tanzen konnte, verfaßte Lehár eiligst noch das Duett "Niemand liebt dich so wie ich", das seitdem neben "Gern hab' ich die Frau'n geküßt", "Mit den Frau'n auf du und du", "Einmal möcht' ich was Närrisches tun" und "Liebe, du Himmel auf Erden" zu den beliebtesten Nummern aus "Paganini" zählt.
"Paganini" weist in der vorliegenden Fassung nicht die beste Tonqualität auf - Brillanz ist definitiv anders, manches wirkt verrauscht und dumpf, an einigen Stellen scheinen die Höhen vollkommen wegzubrechen und der Chor ist nahezu unverständlich. Andererseits kann Franz Lehár bei dieser Aufnahme mit Esther Réthy und Else Macha zwei ausgesprochen überzeugende Sängerinnen vorweisen, denen die Arien geradezu auf den Leib geschrieben scheinen. Auch die heiteren Rollen des Pimpinelli (Toni Niesner) und Bartucci (Hans Schirmeisen) sind großartig besetzt und wissen zu unterhalten. Die Titelrolle selbst ist mit Georg Oeggl dagegen eher mittelprächtig besetzt - zwar gibt es einige schöne, kraftvolle Passagen, bei denen man genau merkt, wo seine Stärken liegen, sobald es jedoch in ruhige, lyrische Gefielde geht, bricht auch die Qualität seiner Stimme ein, mitunter wirkt es auch arg "geknödelt".
Noch ein wenig schlimmer wird es bei der Tonqualität in den Bonus-Tracks, die noch mehr Jahre auf dem Buckel haben (sie reichen bis 1926 zurück) und entsprechend klingen, teilweise sogar bis zum Blechernen. Die Aufnahmen vom "Land des Lächelns" sollte man sich dennoch nicht entgehen lassen, denn Richard Tauber wächst hier einfach über sich hinaus und läßt vermuten, wie "sein" Paganini geklungen hätte.
Kein Meisterwerk, hörenswert jedoch auf alle Fälle.
 
Gespeichert: 28.01.2008
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