Giuditta
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Giuditta


(CDs/Klassik)



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  Alle Details zu diesem Sammelobjekt:
Status: PRÄSENTIERE
Titel: Giuditta
Preis: - (Unverkäuflich)
Zuweisung: Haupt Sammelgebiet CDs     Sub Sammelgebiet Klassik
Kategorie: Album
Interpret: div.
 
Von Sammler: Skywise Rheinland-Pfalz Privatsammler
Privatsammler aus Rheinland-Pfalz
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Infos: Doppel-CD
Gesamtzeit: 76:01 (CD 1), 70:33 (CD 2)
Trackanzahl: 24 (CD 1), 20 (CD 2)
Veröffentlichung: 1995 [Aufnahme: 1942 ("Giuditta")]
Best.-Nr.: BLA 103.352
BelAge


Giuditta
Musikalische Komödie in fünf Bildern



CD 1
1. Bild
[01] Nr. 1 Vorspiel / Du meine schwarze Antonia (2:51)
[02] Dialog (0:22)
[03] Nr. 2 Das Schiff nach Afrika geht Schlag acht Uhr / Ein brauner Bursch, ein braunes Mädel (2:33)
[04] Dialog (0:46)
[05] Nr. 3 Alle Tag nichts als Müh‘ und Plag (1:40)
[06] Dialog (1:43)
[07] Nr. 4 Freunde, das Leben ist lebenswert / O Signora, o Signora (3:02)
[08] Dialog (0:50)
[09] Nr. 5 Kann nicht verweilen, kann nirgends bleiben / In einem Meer von Liebe / Schönste der Frau‘n, wenn alle Sterne glühen (7:38)
[10] Dialog (2:16)
[11] Nr. 6 Weit übers Meer mit Dir möcht‘ ich zieh‘n / Uns ist alles einerlei (8:28)


2. Bild
[12] Nr. 7 Einleitung (Valse) / Keine Angst, lieber Schatz / Zwei, die sich lieben, vergessen die Welt (4:28)
[13] Dialog (3:35)
[14] Nr. 8 Schön, wie die blaue Sommernacht (2:01)
[15] Nr. 9 Zwei, die sich lieben, vergessen die Welt (2:16)


3. Bild
[16] Nr. 10 Uns‘re Heimat ist die Wüste (3:34)
[17] Dialog (0:16)
[18] Nr. 11 Welch tiefes Rätsel ist die Liebe / Du bist meine Sonne (3:22)
[19] Nr. 12 Giuditta! Was machst du hier? / Du bist meine Sonne / Trompetensignal / Tempo di marcia (Melodram) / Er konnte geh‘n von mir (9:08)


4. Bild
[20] Nr. 13 In einem Meer von Liebe (2:01)
[21] Dialog (2:05)
[22] Nr. 15 Komm, komm, wir wollen fort von hier! (3:43)
[23] Dialog (1:14)
[24] Nr. 16 Ich weiß es selber nicht, warum man gleich von Liebe spricht / Meine Lippen, sie küssen so heiß (5:41)


CD 2
[01] Giuditta ... Sie sind die schönste Frau, die ich je gesehen habe (0:42)
[02] Nr. 17 Doch jetzt wird sie ja kommen / Meine Lippen, sie küssen so heiß (4:43)


5. Bild
[03] Dialog (3:35)
[04] Nr. 18a "Schönste der Frau‘n" begann das Lied (2:45)
[05] Dialog (0:17)
[06] Nr. 18b Reminiszenz (Klavierspiel) (0:14)
[07] Nr. 19 Octavio! Octavio! Du? / Ich hab‘ dich oft gesehen (5:46)
[08] Nr. 20 Ich danke Ihnen, schön Giuditta / Schönste der Frau‘n (2:54)


[Anm.: Bonus Tracks]
[09] Freunde, das Leben ist lebenswert (3:07)
[10] Schön wie die blaue Sommernacht (3:14)
[11] Welch tiefes Rätsel ist die Liebe / Du bist meine Sonne (3:13)
[12] Ich weiß es selber nicht ... / Meine Lippen, sie küssen so heiß (3:23)
[13] So wie um den Sonnenball (2:57)
[14] "Schönste der Frau‘n" begann das Lied (3:11)


[15] Ouvertüre (aus "Die lustige Witwe") (7:51)
[16] Hör‘ ich Cymbalklänge (aus "Zigeunerliebe") (4:27)


Eva
[17] Vorspiel (5:46)
[18] Im heimlichen Dämmer der silbernen Ampel / Wär‘ es auch nichts als ein Traum vom Glück (4:38)


[19] Einer wird kommen (aus "Der Zarewitsch") (3:19)
[20] Warum hast du mich wach geküßt (aus "Friederike") (3:38)


Musik: Franz Lehár
Libretto: Paul Knepler, Fritz Löhner ("Giuditta")
Libretto: Victor Léon, Leo Stein (2/[15])
Libretto: Alfred Maria Willner, Robert Bodanzky (2/[16]-[18])
Libretto: Béla Jenbach, Heinz Reichert (2/[19])
Libretto: L. Herzer, Fritz Löhner (2/[20])


Besetzung ("Giuditta"):
Georg Oeggl - Manuele Biffi
Jarmila Ksirova - Giuditta (Gesang)
Susi Witt - Giuditta (Dialog)
Karl Friedrich - Octavio, Hauptmann (Gesang)
Karl Blühm - Octavio, Hauptmann (Dialog)
Georg Monthy - Antonio, Leutnant
Willi Rösner - Señor Bramorba, ein Millionär aus Argentinien
Willy Schumann - Der Herzog
Hans Hais - Der Adjutant des Herzogs
Wilhelm Heim - Ibrahim, Besitzer des Etablissements "Alcazar"
Oskar Mörwald - Pierrino, Obsthändler
Else Macha - Anita, ein Fischermädchen
Lia Landt - Lolitta, Tänzerin
Fritz Piletzky - Straßensänger
Franz Emmerich - Straßensänger
Josef Wichardt - Erster Kellner
Emmerich Vukovic - Zweiter Kellner
Chor der Wiener Volksoper
Großes Wiener Rundfunkorchester
Franz Lehár - Dirigent


Besetzung (Bonus Tracks):
Jarmila Novotna - Giuditta (2/[09]-[14])
Richard Tauber - Octavio (2/[09]-[14])
Wiener Philharmoniker (2/[09]-[20])
Esther Réthy (2/[16], [19])
Maria Reining (2/[18], [20])


Cover Photo: Arsis
Cover Design: Studio Eric Wondergem bNO, Baarn Holland



"Giuditta" war Franz Lehárs letztes Bühnenwerk. Es wurde 1934 uraufgeführt, zu einem Zeitpunkt, als die Operette ihr Verfallsdatum eigentlich schon längst überschritten hatte und aus dem "goldenen" über das "silberne" in das "bronzene" bzw. "blecherne" Zeitalter eingegangen war. Die Zuhörer hatten sich der Revue oder dem noch jungen Musical zugewandt. Auch die politischen Veränderungen, die für eine unruhige Zeit sorgen sollten, sorgten dafür, daß der leichten Muse eine schwere Zeit bevorstand.
Lehár hat - wie viele andere seiner Kollegen - stets versucht, seine Operettenerfolge dazu zu nutzen, sich als Opernkomponist zu beweisen, doch war - ebenso wie viele seiner Kollegen - daran gescheitert. So sorgte er dafür, daß man seine Operetten ein wenig ernster nahm, indem er meistens das bei Operetten eigentlich übliche Happy End nicht statfinden ließ. Auch "Giuditta" endet mit einem großen Scherbenhaufen, der Bezeichnung "musikalische Komödie" zum Trotz, aber auch stilistisch gleicht "Giuditta" eher einer Oper als einer Operette. Anleihen von Puccini sind in der Instrumentierung deutlich zu hören und bestimmte Leitthemen blitzen an verschiedenen Ecken auf. Andererseits gibt es Figuren, die in einer Oper eigentlich nicht vorkommen und auch der Humor und einige der Melodien sorgen dafür, daß man den Operettencharakter schon noch erkennt - "Giuditta" ist insofern eigentlich eher ein Opern-Operetten-Zwitter als eine lupenreine Operette.
Mit Stücken wie "Freunde, das Leben ist lebenswert", "Meine Lippen, sie küssen so heiß", "Du bist meine Sonne" oder "‘Schönste der Frau‘n‘ begann das Lied" fügte Franz Lehár seinen Klassikern noch einige Titel hinzu, die auch später noch von vielen Interpreten (nicht immer nur typische Vertreter der leichten Muse) zum Besten gegeben wurden.
Die Klangqualität ist erwartungsgemäß nicht besonders glänzend - die Aufnahmen stammen aus dem Jahr 1942 ("Giuditta"), bzw. aus den Jahren 1934-1942 (Bonus), da kann man nicht allzu viel erwarten. Interpretatorisch gibt es hier allerdings einige Glanzpartien zu genießen. Jamila Ksirova gibt eine glänzende Giuditta ab, auch Karl Friedrich überzeugt auf der ganzen Linie. Problematisch wird es eher, wenn man die beiden Pärchen Giuditta/Octavio und Pierrino/Anita außen vor läßt - hier gibt es viele zweit- oder sogar drittklassige Interpretationen, die irgendwie vermuten lassen, daß entweder für saubere Vorbereitungen keine Zeit oder nicht die passenden Interpreten zur Verfügung standen (letzteres könnte man durch das Aufnahmedatum erklären, ersteres durch die Tatsache, daß aus dem Jahr 1942 immerhin vier Nahezu-Kompletteinspielungen von Franz Lehár vorgenommen wurden, wobei er auf ein Stamm-Ensemble zurückgriff, das wahrscheinlich die Stücke, wie es damals üblich war, im Radio live einspielte.
"Giuditta" gehört neben der "Lustigen Witwe" zu den Glanzpunkten in Lehárs Werk. Hier wurde es vielleicht nicht immer ganz sauber umgesetzt, aber dafür mit einer großen Portion Gespür für den richtigen Umgang mit der Partitur und den Charakteren.
 
Gespeichert: 01.09.2007
 
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