Buch: Elfie Donnelly
Regie: Ulli Herzog
Ton: Carsten T. Brüse
Redaktion / Produktion: Jutta Buschenhagen
Titelsong: Wolfgang W. Loos / Heiko Rüsse, KIDDINX Studios
Illustration: Hahn Grafik GmbH, Berlin
Rein produktionstechnisch betrachtet beinhaltet dieses Hörspiel den ersten Auftritt von Elea Mischnik alias Elea Eluanda bei Bibi Blocksberg, obwohl es eigentlich der zweite ist. Das klingt jetzt etwas verworren, ist aber schnell erklärt. Der (eigentlich) erste Auftritt von Elea Eluanda fand nämlich erst 2004 statt, anläßlich der zweiten Bibi-Blocksberg-Realverfilmung "Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen". In diesem Film lernt Bibi während den Ferien ihre neue Freundin Elea kennen, die bei einem Unfall ihre Eltern verloren hat und seitdem auf den Rollstuhl angewiesen ist. Obwohl "während den Ferien" eigentlich falsch ist, denn Bibi darf wegen eines katastrophalen Zeugnisses im Sommer auf einem Internat Nachhilfeunterricht in Anspruch nehmen; Elea ebenfalls, nachdem sie wegen ihres Unfalls viel Zeit in einer Klinik verbracht und daher Stoff in der Schule versäumt hat. In diesem Film wird Schulleiter Quirin Bartels vorgestellt, der in der eigentlichen Serie die Rolle des Gegenspielers von Elea Mischnik einnimmt, aber auch Tante Lissy, Inhaberin eines Buchladens namens "Die Vierte Welt", die sich nach Eleas Unfall um sie kümmert. Darüber hinaus erfährt der Zuschauer von einer geheimnisvollen Wunderwelt namens Arambolien, die in vielerlei Hinsicht eigenständig ist - es gibt beispielsweise eine eigene Sprache und viele verrückte oder verdrehte Dinge -, in anderen Punkten aber Parallelen zu unserer Welt aufweist. So gibt es in Arambolien ein Gegenstück zu Quirin Bartels, aber es gibt auch ein Königspaar - und dieses Königspaar sieht exakt so aus wie Eleas Eltern - und behandelt sie auch wie seine Tochter, wodurch Elea zur Prinzessin von Arambolien wird. Darüber hinaus geschehen in Arambolien wundersame Dinge - so kann Elea sich dort ohne ihren Rollstuhl fortbewegen. Und es gibt einen Haufen blaue Eulen, die ebenfalls besondere Fähigkeiten haben. Auf letzteren Punkt wird im Film nicht gesondert eingegangen und die weitere Handlung des Films soll an dieser Stelle nicht verraten werden, daher soll das zunächst einmal als Einführung genügen.
Das zum chronologisch ersten Auftritt von Elea. Da das Drehbuch natürlich schon einige Zeit vor den eigentlichen Dreharbeiten fertig war, hat sich Elfie Donnelly weitere Gedanken zu Elea Eluanda gemacht, was zu weiteren Drehbüchern und einer eigenen Hörspielreihe führen sollte. Und damit man einen Bezug herstellen kann, griff sie auf eine Methode zurück, die sie bereits bei Bibi Blocksberg angewandt hatte: Bibi hatte bei Benjamin Blümchen einen Gastauftritt (auch Tina Martin hatte vor der ersten "Bibi und Tina"-Folge einen Gastauftritt bei Bibi Blocksberg, aber das ging nicht unbedingt auf das Konto von Elfie Donnelly, die sich zu diesem Zeitpunkt schon von "Bibi Blocksberg" verabschiedet hatte), also bot es sich - auch nach dem Film - an, auch Elea einen Gastauftritt bei Bibi Blocksberg zu spendieren, bevor es mit einer eigenen Serie an den Start ging. Da das Hörspiel schneller fertig produziert war als der Film (dieser kam erst ein gutes halbes Jahr später in die Kinos), "überholte" somit der zweite Auftritt den ersten.
Dies nur zur Erklärung, denn innerhalb des Hörspiels wird keinerlei Bezug auf den Film genommen, obwohl der Erzähler bereits zu einer Erklärung ansetzt, dann aber wieder abbricht. Nun aber zum eigentlichen Hörspiel:
Bibi besucht mit ihren Eltern während eines Osterurlaubs ihre Freundin Elea (siehe oben) in Altenberg, wo zu dieser Jahreszeit noch Schnee liegt, was Familie Blocksberg und auch Karla Kolumna zu einem Skiurlaub nutzen wollen. Es soll auch ein großer Wohltätigkeits-Ablauf stattfinden, woran Bibi natürlich teilnehmen möchte. Elea soll nach Bibis Wunsch ebenfalls mit dabei sein, doch es braucht ein schönes Stück Hexenkraft und gute Überredungskünste von Bibi und Eleas blauer Eule Ezechiel, bis sich Elea ein paar Skibretter unter ihren Rollstuhl hexen läßt. Doch am Berg selbst erwartet sie eine böse Überraschung: für den Wettbewerb liegt viel zu wenig Schnee - und die Schneekanone ist einerseits kaputt und würde es andererseits ohnehin nicht rechtzeitig schaffen, den Berg mit Schnee zu bedecken. Doch Bibi hat da eine Idee ...
Das Hörspiel durchläuft eigentlich mehrere Phasen: in der ersten Hälfte klingt es eigentlich wie eine ganz typische Bibi Blocksberg-Geschichte, wie es sie innerhalb der Serie schon häufiger gegeben hat. Doch dann nimmt die Handlung einige unerwartete Wendungen, wird stellenweise sogar recht spannend und interessant, bis sie wieder in die gewohnten Fahrwasser zurückfährt und ihrem Finale zusteuert.
Vielleicht teilweise etwas verwirrend, weil nicht alle Hintergründe von Elea im Hörspiel geklärt werden. Die Geschichte braucht auch ein wenig, bis sie in Fahrt kommt, danach entwickelt sie sich aber deutlich zu einer guten Folge innerhalb der Serie.
Gespeichert:
29.06.2008
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