CD 1
[01] Ich wollte wie Orpheus singen (5:05)
[02] Die Homestory (6:28)
[03] In Lucianos Restaurant (5:18)
[04] Mein Dorf am Ende der Welt (5:39)
[05] Zwei Hühner auf dem Weg nach Vorgestern (5:02)
[06] Kleiner Kamerad (7:11)
[07] Zwischen allen Stühlen (3:49)
[08] Ich hab‘ meine Rostlaube tiefergelegt (3:55)
[09] Allein (5:01)
[10] Das Meer (8:22)
[11] Diplomatenjagd (4:05)
CD 2
[01] Ein Antrag auf Erteilung eines Antragformulars (7:51)
[02] Mein Berlin (6:37)
[03] Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht (6:10)
[04] Alle Soldaten woll‘n nach Haus (7:15)
[05] Wahlsonntag (2:40)
[06] Sommermorgen (3:32)
[07] Wir (4:37)
[08] Mein Apfelbäumchen (4:00)
[09] Kleines Mädchen (4:57)
[10] Die Kinderhosenballade (5:30)
[11] Golf November (7:08)
[12] Aller guten Dinge sind drei (5:38)
[13] Gretel und Kasperle, Großmutter, Wachtmeister und Krokodil (3:58)
[14] Die Mauern meiner Zeit (3:59)
[15] Ade nun zur guten Nacht (Traditional) (0:52)
Aufnahmetechnik: Manni Leuchter
Abmischung und Schnitt: Manni Leuchter, Urs Metzger
Tourneeleitung: Peter Graumann
Bühnentechnik: Dieter Cramer
Photos: Georg Sturm
Sleeve-Design: R O B A R T
Original-Aufnahmen auf den Alben:
"Ich wollte wie Orpheus singen" (1/[01])
"Ankomme Freitag, den 13." (1/[11])
"Wie vor Jahr und Tag" (1/[05])
"Ikarus" (1/[02])
"Menschenjunges" (2/[01])
"Jahreszeiten" (1/[06], 2/[06])
"Alleingang" (2/[03], [08], [13])
"Balladen" (1/[10], [11], 2/[12], [14])
"Farben" (1/[03], [04], [07] - [09], 2/[02] - [04], [07], [09] - [11])
Mit "Lust und Liebe" begann die engere Zusammenarbeit zwischen Manfred ("Manni") Leuchter und Reinhard Mey. Ersterer hatte bereits bei der "großen Tournee" 1986/87 des letzteren hinter den Reglern gesessen, doch hatte sich das nicht wesentlich auf Reinhard Meys Studioalben ausgewirkt. Erst ab dem 1992er Album "Alles geht!" übernahm Manni Leuchter Stück für Stück auch die Verantwortung für Reinhard Meys weitere musikalische Entwicklung und frischte als Arrangeur, Tontechniker und Produzent den angestaubten Klang gehörig auf. Eine Zusammenarbeit, die bis heute anhält.
Ansonsten bleibt, zumindest bezüglich des Live-Konzepts, alles beim Alten: auf der Bühne sieht man einen Mann und seine Gitarre, und beide bestreiten einen Großteil des Abends allein, wie seit über 20 Jahren. Zwischen den einzelnen Stücken werden Gedanken und Geschichten erzählt, mal mit einer Träne im Knopfloch, mal mit einem dezenten Augenzwinkern. Irgendwie schade übrigens bei "Lust und Liebe", daß man sich bei Intercord wieder von der Idee des ‘87er Mitschnitts entfernt hat, bei dem erstens die Trackmarken VOR den Teil der Ansagen gesetzt wurden, die zum nachfolgenden Titel gehören und zweitens die Ansagen auch durch geschicktes Setzen von Idizes übersprungen werden konnten (sofern der CD-Player in der Lage war, diese zu erkennen). Bei "Lust und Liebe" werden die Trackmarken vor den Beginn der Musik gesetzt, so daß die Ansagen der Titel noch beim vorherigen Lied zu suchen sind ...
Wenn man ein "typisches, etwas jüngeres" Live-Album Reinhard Mey hören will, ist man mit "Lust und Liebe" sehr gut bedient - nicht zuletzt auch deshalb, weil man hier sehr deutlich noch Energien spürt, die sich mit Macht dagegen wehren, den kommenden 50. Geburtstag wahrzunehmen. Darüber hinaus gehören die Alben "Balladen" und "Farben", aus denen die meisten der Lieder stammen, wohl zum Besten, was das Reinhard Mey-Repertoire hergibt.
Gespeichert:
26.02.2005
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